Patenschaften


Hier finden Sie ein paar der Schützlinge des Tierheims, die längerfristig einen Platz gefunden haben und im Büsihof bleiben dürfen. Für sie alle kann eine Patenschaft übernommen werden.

 

Für viele der Tiere, welche bleiben dürfen, braucht es beispielsweise Medikamente, Spezialfutter oder Einzelltraining bei ausgebildeten Hundetrainern. Eine Patenschaft hilft, diesen speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden und hilft natürlich auch, die normalen, laufenden Kosten wie Futter, Spielzeug oder den Tierarztbesuch zu decken.

 

Der Betrag für eine Patenschaft kann frei gewählt werden. Die Tiere und deren Pfleger*innen freuen sich über Ihre Unterstützung. Sie dürfen Ihre Patentiere nach Terminvereinbarung natürlich gerne besuchen. Die Katzen freuen sich auf Streicheleinheiten und die Hunde gehen sehr gerne mit ihren Patinnen und Paten spazieren.

Patenschaft beantragen

 

Wenn Sie Interesse an einer Patenschaft haben, füllen Sie bitte das untenstehende Formular aus und senden Sie es an die im Formular genannte Adresse. Bei Fragen dürfen Sie uns gerne kontaktieren.

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Katzen


Tapsi

 

Hallo du!


Darf ich es mir auf deinem Schoss bequem machen? Ich bin Tapsi, und wie du siehst, bin ich eine Tricolorkatze. Sicherlich ist dir auch aufgefallen, dass mir der Schwanz fehlt.Ich erzähle dir gerne wie es dazu kam.

 

Ich leide unter der seltenen Krankheit Rolling Skin. Mach dir keinen Kopf, wenn du noch nie davon gehört hast, sie ist wirklich sehr selten. Katzen, welche diese Krankheit haben, leiden unter Anfällen, welche du dir ungefähr so vorstellen kannst, als würden kleine Tierchen deine Haut aufbeissen. Das tut ziemlich weh und ich verstehe dann nie, was mit mir geschieht. Ich möchte einfach diese Tierchen zerbeissen, aber natürlich verletze ich mich dabei selbst. Tja, und bei einem dieser Anfälle habe ich mir den Schwanz so doll verletzt, dass man ihn mir amputieren musste.

 

Es hat lange gedauert bis man wusste,was mir fehlt! Meine Anfälle geschahen nämlich immer nachts. Eines Tages hatten wir aber das Glück, dass eine Tierpflegerin einen Anfall filmen konnte und das Filmmaterial von unserer Tierärztin ausgewertet werden konnte. Endlich Erlösung! Wir fanden ein Medikament für mich, welches ich zweimal täglich einnehmen muss. Ich habe jetzt keine Anfälle mehr und darf mein Katzenleben sorglos geniessen.

 

Mein Leben verbringe ich in unseren grossen Katzenräumen. Dort habe ich schon viele Katzen ein- und ausgehen sehen und ich freue mich immer über Besuch. Sowohl von anderen Katzen als auch von Menschen. Ich finde das Leben ist schön und man sollte es geniessen, indem man sich sonnt, sich streicheln lässt, es sich auf Schössen bequem macht und sein Futter sorgfältig auswählt. Findest du nicht?

 

Und weil du mir so lieb zugehört hast, möchte ich dir gerne noch ein Geheimnis verraten. Dafür springe ich dir kurz vom Schoss. Siehst du, wie ich humple? Dies kommt von einem alten Bruch den ich mir zugezogen habe. Es beeinträchtigt mich im Leben aber absolut nicht.

 

Ich leg mich mal schlafen, wenn es dir nichts ausmacht. Mein Lieblingsplatz am Fenster ist gerade frei geworden. Also bis bald mal wieder!

 

Liebe Grüsse, Deine Tapsi



Lady

 

Guten Tag

 

Muss sich eine Lady wie ich wirklich vorstellen? Na gut. Mein Name ist also Lady und ich trage ein elegantes weisses Fell mit grauen Tigerflecken. Ich wohne im Altersheim des Büsihofs. Dort möchte ich meine Ruhe und wenn mir eine andere Katze zu Nahe kommt, weise ich sie sofort in ihre Schranken.

 

Dafür habt ihr sicherlich Verständnis, ich bin immerhin schon ordentlich alt (Habt Ihr mich jetzt wirklich unterbrochen, um nach meinem Alter zu fragen? Sowas fragt man eine Dame nicht!). Ich habe es wohl verdient,meine Rente zu geniessen. Ganz ohne, dass hier jeder vor meiner Nase herumtanzt!

 

Ich verbringe meine Zeit am liebsten unter einem Haufen Decken, Solange es warm und gemütlich ist bin ich glücklich. Wenn ich sehe wie die anderen Katzen teilweise um die Menschen herumscharwenzeln, kann ich nur den Kopf schütteln. Es kann eben nicht jede Samtpfote so elegant und gelassen sein, wie ich. Ich weiss schon, dass ich nicht zu kurz komme. Deshalb lasse ich die Menschen auf mich zukommen und strecke ihnen dann ganz entspannt mein Köpfchen zum Kraulen entgegen. Mein Futter wird mir direkt an meinem Lieblingsplatz serviert. Bitte nur Nassfutter, Trockenfutter vertrage ich nicht immer so gut. Was dann passiert, erspare ich euch, darüber redet man in guter Gesellschaft nicht.

 

Ich mache es mir dann ganz ladylike mal wieder bequem in meiner Deckenburg.

 

Liebe Grüsse, Eure Lady



Shiva

 

Hallo!

 

Ich soll mich also vorstellen? Nimm mich aber zuerst bitte auf den Arm, dann schnurr ich dir ins Ohr und erzähl dir währenddessen von mir. Trag mich ein wenig durch mein schönes Altersheim, so habe ich es am liebsten.

 

Mein Name ist Shiva. Shiva kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „die Glücksverheissende“. Zudem bin ich eine Tricolorkatze, und uns sagt man ja auch nach, dass wir Glücksbringer sind. Meine Aufgabe im Leben ist also glasklar: Alle um mich herum glücklich zu machen. Am besten gelingt mir das, indem ich auf den Menschen, die hier bei uns ein- und ausgehen, herumturne, bis sie sich von mir vom Stress des Alltags haben ablenken lassen. Keiner verlässt mich ohne ein Lächeln, dafür sorge ich höchstpersönlich!

 

Ich geniesse meine alten Tage hier sehr, zusammen mit den anderen Senioren. Als ich aufgrund eines Abszesses für ein paar Wochen in ein Einzelzimmer musste, habe ich es hier schon sehr vermisst. Zum Glück bin ich aber wieder hier!

 

Setz mich alte Dame doch bitte dort hinten beim Fenster ab. Kraul mich ein wenig hinter den Ohren, und drück mich noch einmal ganz fest. Und wehe dir, wenn du gehst, bevor du mich nicht einmal ehrlich angelächelt hast!

 

Ganz viel Glück und Wärme schickt dir, Deine Shiva



Camora

 

Hallo?

 

Hat dir jemand erlaubt, dich so nahe an meinen Kratzbaum zu stellen? Ich jedenfalls nicht, und ich würde dir raten, ganz schnell ein paar Schritte zurückzumachen! Hopphopp! Gut, dass ist genug Abstand. Euch Menschen habe ich schon immer mit Argwohn betrachtet, ihr füttert mich zwar, aber irgendwas ist da doch nicht so ganz koscher. Mach dir nichts draus, aus der Entfernung kannst du die schwarzen Flecken auf meinem langen weissen Fell auch viel besser bestaunen. Und bevor du dich abwendest, um dich mit den zutraulicheren Katzen hier zu beschäftigen, mache ich dir einen Vorschlag. Du bleibst noch ein wenig, hältst schön genug Abstand, und ich erzähle dir von dem grossen Abenteuer, welches ich letztes Jahr bestritten habe. Denn glaube mir, eine abenteuerlustigere Katze wirst du hier schwer finden! Also, dann spitz die Ohren, Mensch!

 

Ich sitze nicht nur gerne hier auf dem Kratzbaum, auch im Aussengehege ist es schön. Dort können wir Katzen den Vögeln nachschauen und den Duft der Wiesen riechen. Eines Tages aber genügte mir das nicht mehr. Die Vögel schienen nur für mich zu singen, der Wind flüsterte mir Versprechen zu, und die Welt schien im Altersheim auf einmal so eng. Deshalb fasste ich einen Entschluss. Ich wollte raus! Als am nächsten Tag einer der Menschen die Tür öffnete, um mich und meine Freunde zu füttern, huschte ich heimlich an ihm vorbei. Einmal Draussen, musste ich aber feststellen, dass die Vögel sich gar nicht aufopferungsvoll vor mich legten, bereit, verspeist zu werden. Auch die Wiesen waren feucht und gar nicht so bequem, wie sie von oben ausgesehen hatten. Ich gestehe dir jetzt etwas, aber wenn du lachst oder es dir zu Kopf steigen lässt, dann komme ich sofort von meinem Kratzbaum herunter und verpasse dir einen Pfotenhieb!

 

Ihr Menschen und die Wärme meines Raumes fingen an, mir zu fehlen. In der Wildnis gab es kein regelmässiges Fressen, keine Kuscheldecken, keine lieben Worte, die an mich gerichtet wurden. Und auch keine felligen Freunde. Niemanden, mit dem ich mich kabbeln konnte. Es war mir aber ein Graus, meinen Stolz herunterzuschlucken und zu kommen, als die Menschen nach mir riefen. Dann würden sie doch sehen, dass ich allein nicht klarkomme! Zum Glück rief aber bald auch mein bester Freund, Kater Gnömli, nach mir. Ihm konnte ich, ohne mich zu schämen folgen, dafür sind Freunde schliesslich da!

 

Man empfing mich mit offenen Armen und jetzt würde ich nie wieder freiwillig nach draussen spazieren. Mein Aussengehege reicht mir, und diese egoistischen Vögel, die mich so frech riefen, können bleiben, wo die Katzenminze wächst!

 

Also, ich habe jetzt genug von dir. Du darfst gerne gehen und die anderen streicheln.

 

Auf Wiedersehen, Mensch! Irgendwie mag ich dich ja doch.

 

Deine Camora



Tigi

 

Hallo!

 

Mein Name ist Tigi und wie du sicher unschwer erraten kannst, bin ich eine Tigerkatze. Wir Tigerkatzen sind mit einer besonderen Aufgabe gesegnet. Wir müssen genau so tapfer sein, wie unsere wilden Brüder, die Tiger, es sind. Und diesen Tigermut musste ich jetzt schon oft beweisen!

 

Dabei fing mein Leben im Büsihof doch so ruhig an. Nachdem ich mich ein wenig eingewöhnt hatte, zog ich in das Katzenaltersheim ein, wo es mir an nichts fehlte. Es dauerte aber nicht lange, und mein Mut wurde auf eine grosse Probe gestellt!

 

Meine Zähne schmerzten so sehr, dass ich nicht mehr essen mochte. Jeder Bissen war eine Qual, und es blieb den Tierpflegern nichts anderes übrig, als mich von der Seniorentruppe zu separieren. Wir Katzen dürfen unter keinen Umständen fasten, deshalb machten sich alle grosse Sorgen um mich. Man behandelte meine Schmerzen und bot mir verschiedenstes Futter an, aber ich traute mich einfach nicht, richtig zu fressen. Was, wenn es wieder schmerzen würde?

 

Ich merkte, dass sich die Tierpfleger, welche ich so ins Herz geschlossen hatte, sehr traurig waren, als ich nicht frass. Da wusste ich, dass ich meinen inneren Tiger frei lassen und endlich fressen musste! Also nahm ich einen Bissen nach dem anderen, bis es irgendwann immer einfacher wurde. Ich nahm wieder zu und schon bald war ich auf dem Weg zur Besserung.

 

Jetzt bin ich wieder zurück im Altersheim. Ich bekomme immer noch jeden Tag Schmerzmedikamente und ich bin noch stets wählerisch, was mein Futter anbetrifft. Aber wer so viel Mut beweist wie ich, der darf doch bitte auch erwarten, dass ihm nicht alles vorgesetzt wird!

 

Und ich freue mich, dass ich eigentlich doch kein Tiger bin, sondern einfach ein alter Kater, dem nichts über Streicheleien und Nickerchen geht.

 

Liebe Grüsse, Tigi



Gnom

 

Hallo!

Darf ich mich vorstellen? Ich heisse Gnömli. Mir wurde gesagt, dass sich meine Namensgeber, also die Gnome, gerne vor euch Menschen verstecken. So etwas Merkwürdiges! Mir würde es nicht im Traum einfallen. Wie sollt ihr denn sonst sehen, wie schön ich bin? Als Kater darf ich das sagen, wir müssen nicht so bescheiden sein wie ihr Menschen. Und wenn du erst einmal mein glänzend weisses Fell und meine strahlend blauen Augen gesehen hast, wirst du nicht umhinkommen, mir zuzustimmen.

 

Als alter Herr (ich bin 2010 geboren) fühle ich mich verpflichtet, euch Menschen ein wenig über uns Katzen beizubringen. Genauer gesagt, über uns weisse Katzen, denn wir sind schon besonders. Viele weisse Katzen mit blauen Augen kommen mit einem Gendefekt zur Welt. Durch diesen Gendefekt sind wir taub. Auch ich wurde davon nicht verschont. Und meine Taubheit hat mir schon so einige Abenteuer bereitet! Also bemitleidet mich nicht, denn ohne sie wäre mein Leben doch sehr langweilig. Einmal habe ich es mir beispielsweise in einem Auto eines Kunden gemütlich gemacht. Als er davonfuhr, hörte ich nicht, dass der Motor gestartet wurde, und schlief einfach weiter. Erst in einem Tunnel beschloss ich, auszusteigen. Über meinen Ausflug wurde sogar in der Zeitung berichtet! Leider gingen nicht all meine Abenteuer so gut aus. Eines schönen Tages wurde ich von einem Auto angefahren, welches ich nicht gehört habe. Dafür habe ich meinen Schwanz eingebüsst.

 

Da mein fehlender Gehörsinn mir auf Dauer gefährlich wurde, wohne ich schon seit geraumer Zeit im Katzenaltersheim. Um ehrlich zu sein, bin ich hier der König. Als solcher habe ich mir selbstverständlich schon einen passenden Thron ausgesucht: Die Schultern der Tierpfleger. Auf diesen lasse ich mich durch mein Reich tragen.

 

Das bin also ich. Berühmt, wunderschön, trotzdem freundlich und auf dem Teppich geblieben. Nur beim Futter bin ich etwas wählerisch, man gönnt sich ja sonst nichts. So, ich geh dann auch mal wieder und schau in meinem Reich nach dem Rechten 😉.

 

Liebe Grüsse, Dein Gnömli



Findus

 

Hallo!

 

Ich bin es, Findus, euer Büsihofmaskottchen. Der Büsihof ist jetzt schon seit über 14 Jahren mein Zuhause. Hier erkunde ich die Welt, hüpfe durch den grossen Garten, fange Mäuse und begleite die Tierpfleger auf Schritt und Tritt.

 

Mit meinen über 14 Jahren bin ich nicht mehr jung, sondern schon ziemlich alt, und alte Kater neigen ja genau wie die alten Menschen besonders zu einem: In Erinnerungen zu schwelgen. Die meisten meiner Erinnerungen sind sehr schön, mir wird es hier wirklich nie langweilig. Es gibt doch immer wieder etwas zu entdecken, und meine Lieblingsplätze sind immer wohlig warm und mit Futter versehen.

 

Jedoch gibt es etwas, woran ich mich nicht gerne erinnere. Ich denke aber, es ist wichtig, euch davon zu erzählen, damit ihr wisst, woher ich komme und was man alles überwinden kann, wenn man nur eine ordentliche Portion Findusmut in sich hat!

 

Bevor ich in mein schönes neues Zuhause kam, war ich bei Menschen, welche mich nicht gern hatten. Dabei war ich doch so ein liebes, schwarz-weisses Katerchen! Eines Tages nahmen sie mich mit auf eine Autofahrt, und warfen mich einfach so aus dem fahrenden Auto. Ich überlebte, was an ein Wunder grenzt, doch mein Vorderbeinchen war so verletzt, dass man es mir amputieren musste. Jetzt laufe ich also dreibeinig durch das Leben.

 

Aber auch dieser schlechte Start mit Menschen hat mich nicht davon abgehalten, euch vollkommen zu vertrauen! Und es wurde mir nie mehr zum Verhängnis.

 

Als Katzenopa bleibe auch ich nicht von allen Altersbeschwerden verschont. Wie viele Katzensenioren leide ich unter einer Schilddrüsenüberfunktion. Für diese bekomme ich zweimal täglich Medikamente.

 

Gut, dann habe ich mich ja jetzt vorgestellt. Wenn es euch recht ist, gehe ich jetzt wieder auf Mäusejagd. Gebt mir davor aber noch eine grosse Katzenumarmung.

 

Liebe Grüsse, Euer Findus



Gracy-Lou

 

Hallöchen!

Mein Name ist Gracie!

 

Ich sehe ein wenig aus wie ein Ball, so kugelrund bin ich, vom kreisrunden Gesichtchen bis hin zum Körper. Mein Gesicht drücke ich liebend gerne in die Arme und Beine der Tierpfleger, denn es gibt für mich nichts Schöneres, als gestreichelt und geschmust zu werden. Ich lebe mit vielen anderen Katzen dauerhaft auf dem Büsihof und habe dort auch einen Lieblingsplatz: Ein altes, funktionsuntüchtiges Motorrad, welches perfekt vor unserer Futterstelle steht. Dort begrüssen mich auch die Tierpfleger morgens immer.

 

Ausser an diesem einen Tag… Ich wurde wach und hatte solche Schmerzen! Ich bin es von klein auf gewohnt, zu humpeln, da ich mit einer Fehlbildung zur Welt kam und mir ein halbes Beinchen fehlte. Und eben dieses tat mir jetzt so fürchterlich weh. Ich wartete auf meine Tierpfleger, sie würden doch sicherlich bemerken, dass ich nicht an meinem Stammplatz war und auch auf ihr Rufen nicht ankam. Und zum Glück, meine Abwesenheit fiel auf! Man suchte mich und fand mich, und ich wurde unverzüglich zum Tierarzt gebracht.

 

Dieser hatte keine andere Wahl, als mir das Bein ganz zu amputieren. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen, ein ganzes Bein weniger zu haben ist dann doch ziemlich komisch! Ich humpelte aber fleissig durch meinen Katzenraum, der mir eigens zur Genesung eingerichtet wurde, und wurde immer mit reichlich Streicheleinheiten belohnt. Es ging schnell voran, wir Katzen sind zäh und lassen uns so schnell nicht unterkriegen!

 

Inzwischen ist das Leben wieder ganz das alte. Ich sitze schnurrend in der Sonne und lasse mich verwöhnen. Ich drücke euch mein Gesicht gegen die Beine und stelle mir vor, dass ihr mich streichelt.

 

Alles Liebe wünscht euch, Eure Gracie



Gargamel

 

Tada!

 

Meine Damen und Herren, ich präsentiere: Mich selbst. Mein Name ist Gargamel und falls dir jetzt die Schlümpfe und ihr böser Zauberer in den Sinn kommen, dann hüte dich, mich mit diesem in Verbindung zu setzen! Ich bin weder böse noch krumm und menschlich. Ich bin ein stolzer norwegischer Waldkatzenmix, mit schönem langem Fell. Schlümpfe jage ich auch nicht, dass liegt unter meiner Würde. Das Einzige, was ich nebst den Mäusen jage, ist die Aufmerksamkeit von euch Menschen. Aber diese kommt mir sowieso mühelos zu, denn ein jeder kann sehen, dass ich ein Star von Katze bin!

 

Sicherlich interessiert dich alles über mich, also erzähle ich dir doch gerne von meinen liebsten Tagesbeschäftigungen: Fressen, am Wiegetag alle anderen Katzen von der Waage drängen, weil das ja wohl offensichtlich MEIN Platz ist, gestreichelt werden und Hunde ärgern.

 

Hunde ärgern? Jawohl, du hast richtig gelesen! «Ein wahrer Gargamel ist nur dann glücklich, wenn er mindestens einem Hund pro Tag einen Streich gespielt hat.» Altes Norwegersprichwort. Dafür verstecke ich mich, im Gras, in den Büschen oder hinter einem Baum und springe hervor, wenn die Hunde auf ihren Spaziergängen vorbeilaufen. Manchmal laufe ich auch vor ihnen herum, wohlwissend, dass die Tierpfleger die Hunde gut festhalten und nicht an mich ranlassen. Ein Heidenspass! Wie die sich aufregen, die Hunde!

 

Ich geh dann mal und hol mir meine tägliche Portion Liebe von meinem Personal ab.

 

Famose Grüsse schickt euch, Euer Gargamel



Müsli

 

Hallo du!

Mein Name ist Müsli. Ich bin jedoch weder klein, noch eine Maus, sondern eine weisse Langhaarkatze. Ich wohne schon sehr lange auf dem Büsihof, und die meiste Zeit verbringe ich draussen auf dem Hof. Es ist mir aber wichtig, dass es immer schön gemütlich ist, und deshalb wurde mir ein nach mir benannter Raum, der «Müsli-Raum», im Tierheim eingerichtet. Er ist klein und über das Dach erreichbar, und ist voller Bettchen, in welchen ich es mir gemütlich machen kann. Wenn die Tierpfleger merken, dass ich mich wieder öfter dort breitmache (wenn es kälter wird, zum Beispiel), dann stellen sie mir dort auch mein Futter hin.

 

Mit meinem leuchtenden Fell bin ich unübersehbar, und durch mein Miauen stelle ich sicher, dass man mich auch bloss nicht überhört. Im Gegensatz zu ein paar anderen Katzen auf dem Hof muss ich mich zwar nicht zwingend in den Vordergrund drängen, aber ich geniesse es doch auch sehr, wenn man mich streichelt und beachtet. Es kann vorkommen, dass ich mich auf einer Treppenstufe fläze, wenn ich der Meinung bin, dass ich inzwischen zu lange ohne Streicheleinheiten ausgekommen bin. Meistens nehme ich das Leben aber sehr ruhig und gelassen. Es gibt doch so viele Liegeplätze, so schönen Schatten und so gemütliche Wiesen hier!

 

Wie viele weisse Katzen habe auch ich ein Problem an den Ohren. Bei mir ist es ein inoperabler Polyp im Innenohr. Dieser muss regelmässig gereinigt werden. Total unangenehm, das kann ich euch sagen! Zudem muss mein langes Fell regelmässig versorgt werden, was auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Ich bin aber sehr tapfer, wird mir immer wieder gesagt, und ich lasse es brav über mich ergehen!

 

Ich gehe mich dann mal in die Sonne legen und döse ein wenig vor mich hin.

 

Liebe Grüsse, Müsli



Pöppeli

 

Hallo

 

Geh bloss weg von meiner Höhle, die gehört mir! Halt Abstand, ich vertrau euch Menschen nicht! Damit musst du umgehen können, wir können nicht alle sozial sein und euch um die Beine scharwenzeln, so funktionieren wir Katzen nun mal nicht. Wenn du genug Abstand hälst, stelle ich mich gerne vor.

 

Mein Name ist Pöppeli. Ich wohne hier im Katzenaltersheim und verbringe die meiste Zeit in meiner Höhle oder draussen im Aussengehege. Es geht mir sehr gut hier, denn ich muss mich für niemanden verändern und mich niemandem öffnen. Und ich gebe zu, obwohl ich es nicht immer so offensichtlich zeige wie die Katzen, die euch mit ihren Liebesbekundungen regelmässig fast zum Stürzen bringen, habe ich euch doch irgendwie ganz gerne. Aber bilde dir bloss nichts drauf ein!

 

Man stellt mir mein Futter immer direkt vor meinen Stammplatz, so mag ich es am liebsten. Dann kann ich das Geschehen um mich herum in Sicherheit betrachten.


Es reicht nun aber auch mit dem Gerede! Wenn es recht ist, würde ich jetzt gerne weiterschlafen.

 

Eure Pöppeli


Hunde


Tyson

 

Hallo!

 

Ich bin Tyson, ich bin ein Dackel-Jackrussel-Mix und ich bin von Beruf Polizeihund. Nein, wirklich! Also, naja, so halb. Ich arbeite zwar nicht für die Polizei, aber ich mache genau das, was Polizeihunde meiner Meinung nach auch tun. Die ganze Welt alarmieren, wenn eine Katze vorbeiläuft. Oder ein anderer Hund. Oder ein Mensch.  Und das mache ich mit Bravour! Dankt mir später, ich helfe euch gerne, dann müsst ihr euch nie fürchten, liebe Menschen, denn ich, Tyson, halte Ausschau!

 

Wenn ich nicht gerade Polizist bin, bin ich auch gerne ein Flummi. Sobald man mich abholt, um mit mir spazieren gehen, hält nichts mehr meine vier Pfoten auf dem Boden. Wie schön das Leben ist, draussen wartet die Welt nur drauf, dass ich auf sie pinkle! Natürlich lasse ich auch in der Wildnis meine Aufgabe als Polizist nie völlig aus den Augen, wer auch immer mit mir spaziert, muss sich nie fürchten, dass eine Katze kommt oder ein anderer Hund sich nähert.

 

Wo wir gerade von anderen Hunden sprechen. Die mag ich gar nicht! Einzig meine Freundin Lillifee, mit der ich mir ein Zimmer teile, mag ich gerne dulden. Euch Menschen, ja, euch mag und beschütze ich liebend gerne, aber meine Artgenossen sollen sich lieber schnellstens vertrollen.

 

Ich bin ein topfittes Kerlchen, nur mein Rücken macht ab und zu mal ein wenig Probleme. Damit kann ich prima leben, dann bin ich halt mal ein paar Tage kein Flummi, sondern „nur“ Polizeihund.

 

Tut mir Leid, ich muss schnell zum Fenster, es rennt eine Katze vorbei! Ihr versteht sicher, dass ich immer in Alarmbereitschaft sein muss!

 

Tschüss!!

 

Tyson  



Lillifee

 

Hallo

 

Ich bin Lillifee, eine Pinscher-Jackrussel-Dame. Ich lebe mit meinem besten Hundefreund Tyson zusammen im Büsihof. Hier sorge ich dafür, dass niemand etwas verpasst. Sonst würde es den Leuten doch womöglich langweilig werden! Deswegen melde ich sofort, wenn Katz, Maus oder Mensch zu sehen sind, damit jeder Bescheid weiss, und wenn er möchte, selbst schauen kommen kann. Manchmal sind wir Hunde doch schon sehr nett und fürsorglich, nicht wahr!

 

Ich bin schon ein wenig älter, mit meinen über 14 Jahren muss ich mir beim Fressen teilweise ein wenig Zeit lassen. Sonst machen mir meine Jährchen aber nicht zu schaffen, im Gegenteil! Die Blumen draussen riechen noch intensiver, und man kann die Spazierwege als Hundeoma noch viel besser geniessen, wenn man gemütlich und langsam den Pfad entlangzottelt. Es gibt keinen Grund mehr für mich, mich zu hetzen und ich geniesse die Welt um mich herum in vollen Zügen.

 

Wenn ich nicht gerade mit Tyson zusammen Ausschau halte, rolle ich mich in mein Körbchen ein, gerne auch angeschmiegt an ihn, und freue mich, dass ich ausser ihm keinen anderen Hund in meine Nähe lassen muss.

 

Es wird dann auch wieder Zeit für mich, ich gehe mich hinlegen und mache mich bereit, Morgen neue Abenteuer zu erleben!

 

Liebe Grüsse, Lillifee